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Unser Produktportfolio in der Analysentechnik

Analysentechnik
Kein Risiko und keine Kompromisse
Bei der Auswahl des richtigen Partners für die Erstellung komplexer Probenaufbereitungen oder schlüsselfertiger Analysenhäuser macht man keine Kompromisse: Seit über 35 Jahren ist die PSG zuverlässiger Partner führender Unternehmen und Anlagenbauer.

Hier fließt die Kompetenz zusammen
Um ganzheitlich von der Projektierung bis zur fertigen Lösung höchste Ansprüche an Qualität und Liefertreue anbieten zu können, ist viel Erfahrung notwendig. Unsere Experten mit Erfahrungen aus den Bereichen Mess- und Regeltechnik, Elektrotechnik, Physik, Chemie und Verfahrenstechnik sorgen für einen reibungslosen Gesamtprojektablauf – von der Angebotskalkulation über die Komponentenauswahl bis hin zur Lieferung.

Nahtlose Integration in das Gesamtprojekt
Wir liefern von einzelnen Komponenten bis zur schlüsselfertigen Lösung auf den Punkt genau und integrieren uns somit problemlos in das Gesamtprojekt. Viele Referenzen und Kunden sind der Beweis dafür: PSG: Perfekter Service. Garantiert.


Dokumentation 4.0 in der Analysentechnik (oder ein Film sagt mehr als 1000 Bilder)

Einleitung

Die Herausforderungen in der globalisierten Welt der Analysentechnik sind enorm: nur durch nahezu ausfallfreie Applikationen können operative Daten zur analytisch präzisen Steuerung von komplexen Prozessen sichergestellt werden. In kaum einem anderen Bereich gilt es daher, Wissen sowohl zu elektrischen als auch mechanischen Komponenten effizient an die Betreiber zu vermitteln. Bei einem Blick auf eine Stückliste eines Analysensystems wird schnell klar, dass die Komplexität durch die Vielzahl von verwendeten Komponenten nur durch viel Erfahrung oder aber neue Formen der Wissensweitergabe effizient begegnet werden kann. Die angesprochene Komplexität nimmt noch einmal deutlich zu, wenn es sich um neue Technologien handelt, die global ausgerollt werden müssen. In vielen Ländern herrscht ein sehr unterschiedliches Niveau des Ausbildungsgrades der Mitarbeiter – aber auch in Deutschland führt alleine die demografische Entwicklung zu einem enormen Bedarf, junge Kollegen durch erfahrene Mitarbeiter an die komplexen Thematiken heranzuführen.

Einzeln betrachtet sinnvoll – in Summe jedoch nicht überschaubar

Die etablierten Anlagenbauer haben in der Vergangenheit klare Vorgaben entwickelt, nach welchen Vorlagen und Standards Dokumentationen zu erstellen sind. Neben der klassischen Orientierung an Stücklisten, bei dem jede Komponente über Datenblätter und Bedienungsanleitungen genauestens spezifiziert wird, kommt diese Zusammenstellung insbesondere bei komplexen Systemen schnell an seine Grenzen: die Bedienungsanleitungen der Einzelkomponenten werden durch die Hersteller mit allen Eventualitäten dokumentiert, in Summe entsteht dabei jedoch oftmals ein so umfassendes Werk, dass insbesondere im Betrieb und bei der Wartung nur schwer der Durchblick bewahrt werden kann.

Tonnen von Leitz Ordnern haben ausgedient – nicht ganz!

Vollkommen klar ist, dass auch bei der Etablierung von neuen Dokumentationsweisen die herkömmlichen Ablageverfahren ihre Daseinsberechtigung nicht verlieren werden. Die bereits weit vorgeschrittene Digitalisierung in der Ablage von Produktdatenblättern und Bedienungsanleitungen wird sich über Content Management Systeme weiter professionalisieren – eine enge Verknüpfung zu Wartungsplänen von Anlagenverwaltungen wird sich hier in jedem Fall weiter intensivieren. Klar ist jedoch auch, dass der Markt nach neuen Wegen forscht, die zunehmende Informationsflut zielgruppengerichtet auf die Bedürfnisse des Anwenders zuzuschneiden.

Wie alles begann

Die initiale Idee zu dem Ansatz entstand bei der Abnahme (FAT) eines Analysensystems für einen Kunden aus der chemischen Industrie: für eine Vinyl Chlorid Raumluftüberwachung wurden 32 gasförmige Probenströme redundant und kompakt auf Montageplatten aufgebaut und über zwei Siemens Prozessgaschromatographen (Maxum Edition II) analysiert. Die Steuerung wurde in diesem Fall über eine WAGO SPS integriert. Hierbei kam eine Idee auf, die in anderen Industrien bereits gar nicht mehr so neu ist: eine Dokumentation der Standard Wartungs- und Service Prozesse über Videos nach dem Vorbild von YouTube. Da sich die klassische Dokumentation des Analysensystems auf mehr als fünf Leitzordner erstreckte, wurden die Mitarbeiter von PSG mit der Herausforderung konfrontiert, der viele deutsche und europäische Anlagenbetreiber gegenüber stehen: das in Deutschland konzipierte und gefertigte System geht in der Export und wird in Übersee von lokalem Personal betrieben.

Blick über den Tellerrand: ein iPhone Akkutausch als Vorbild

Auf der Suche nach einem effizienten Verfahren zur Wissensvermittlung wurde ein mittlerweile im Heimanwenderbereich gängiges Verfahren gefunden: im Internet findet man nicht nur auf zahllosen Spezialseiten und Blogs Anleitungen zur Lösung und Erklärung von technischen Problemen, im Videoportal YouTube hat sich ein Trend etabliert, bei dem technisch versierte User eine Videodokumentation mit mehr oder weniger kniffligen Lösungen anbieten. Möchte man zum Beispiel den defekten Akku seines iPhones austauschen, so kann man sich dies Schritt für Schritt in einem Video anzeigen lassen.

Die Struktur muss stimmen

Insbesondere die Heterogenität von Analysensystemen erfordert ein klar strukturiertes Vorgehensmodell. In der Praxis hat sich gezeigt, dass die tatsächliche Durchführung der Aufnahmen lediglich ein kleiner Bestandteil des Gesamtprojektes ist: die vorgeschaltete Strukturierung und Festlegung der häufigsten Wartungsarbeiten sowie eine entsprechende Vorbereitung zu den Aufnahmen garantieren nach Fertigstellung auch eine effiziente Nachbearbeitung und Finalisierung der Videodokumentation. In den vergangen Projekten hat sich das von der Firma PSG entwickelte Phasenmodell etabliert. Phasenmodell

Besonderheiten einer solchen Video Produktion

Wesentlich bei diesen Beiträgen ist genau der Punkt, dass es sich nicht um eine professionelle Videoproduktion handelt: mit handelsüblichen Videokameras werden die einzelnen Bearbeitungsschritte von einem Anwender gefilmt. Hierbei gilt es einen ganz grundsätzlichen Unterschied im Vergleich zu den Hochglanzproduktionen der Hersteller herauszustellen: es kann auch mal etwas schief gehen. Sind mehrere Anläufe bei kniffligen Aufgaben notwendig bekommt der Betrachter einen Eindruck für mögliche Lösungen seines eigenen Problems – nicht zuletzt dadurch erhalten die Beiträge einen authentischen Hintergrund und fördern die Akzeptanz. Auch bei der Nachbearbeitung wird auf komplexe Schnitttechniken sowie professionelle Nachvertonungen verzichtet: die einzelne Bearbeitungsschritte werden über einen Lauftext beschrieben und lassen sich auch so schnell in andere Sprachen übersetzen.

Video Montageanleitungen für Messgas- und Analysenleitungen im Internet

Die sehr positive Resonanz dieses Pilotprojektes hat die Firma PSG dazu bewogen, ihren Kunden auch für andere Geschäftsbereiche neben der herkömmlichen Dokumentation Anleitungen in Form von Videos zur Verfügung zu stellen: ab Mai können auf der Internetseite Videos zum Umgang sowie der Montage von Messgas- und Analysenleitungen angeschaut werden. Dies beinhaltet anfänglich lediglich einen kleinen Teil der mehr als 2500 verschiedenen Analysenleitungen, doch auch hier hat man sich zunächst auf die wesentlichen Bearbeitungsschritte konzentriert und damit den Grundstein einer Bibliothek geschaffen, die über die Jahre kontinuierlich wachsen wird.

Ausblick: Chancen und Grenzen des Ansatzes

Es steht außer Frage, dass dieser neu entwickelte Ansatz kontinuierliche Trainings- und Ausbildungsprogramme genauso wenig ersetzen wird wie die „klassische“ Ablage der Dokumentation. Ergänzend ist dieser Ansatz jedoch durchaus in der Lage, sowohl bei der Internationalisierung als auch bei der ergänzenden Beschreibung von Aufgaben (zum Beispiel bei der Suche nach einem Dienstleister) einen wichtigen Beitrag zu leisten kann. Kann doch auch hier der Slogan gelten: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte… Aber: Ein Film sagt mehr als 1000 Bilder!

Über den Autor Gerhard Hefter:

Gerhard Hefter verantwortet als Prokurist unteranderem den Geschäftsbereich Analysentechnik bei der Firma PSG Petro Service GmbH & Co. KG. Er vereinigt mehr als 25 Jahre Projekterfahrung im nationalen und internationalen Umfeld und realisiert mit seinem Team innovative Prozessanalysentechnikprojekte für führende Kunden, z.B. aus der chemischen und petrochemischen Industrie.

Über die Firma PSG Petro Service GmbH & Co. KG:

Die Firma PSG Petro Service GmbH & Co. KG ist seit mehr als 35 Jahren der zuverlässige und kompetente Partner führender nationaler und internationaler Unternehmen im Bereich Mess- und Analysentechnik. Ursprünglich fokussiert auf die Chemische- und Petrochemische Industrie beliefert das Unternehmen aus Steinbach bei Frankfurt heute weltweit Kunden aus diversen Branchen (z.B. Automobil, Energie, Entsorgung, Pharmazie, Zement) sowie führende Anlagen- und Maschinenbauer. Neben einem sehr umfassenden Sortiment an Montagematerial und Instrumentenluftverteilern für den Bereich MSR / Instrumentierung realisiert die PSG seit Jahren Projekte im Bereich Analysentechnik. Hier werden von kleineren Probenaufbereitungen bis hin zu schlüsselfertigen Analysenhäusern kundenindividuelle Anforderungen herstellerunabhängig oftmals auch in EX Ausführung umgesetzt. Zudem bietet die PSG über 2500 verschiedene Messgas- und Analysenleitungen sowie umfassendes Zubehör für die Verlegung und den Anschluss an. Kundenindividuelle passive Isoliermanschetten sowie aktive Heizmanschetten in EX- und nicht EX Ausführung runden das Produktportfolio ab.